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	<title>in memoriam - P A N E L W A L K E R</title>
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	<description>Ein Comic Blog</description>
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	<title>in memoriam - P A N E L W A L K E R</title>
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		<title>ETIENNE WILLEM &#8211; Der Mann mit dem Schottenrock</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2026 05:00:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Anthropomorph]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Bei Etienne Willem fallen mir zuerst immer seine Charaktere ein: ein Hase, der tapfer sein will und noch nicht weiß, wie schwer Tapferkeit werden kann. Oder ein Affe, der in einem Cockpit sitzt und den Himmel nicht als Freiheit verkauft, sondern als Risiko. Oder eine junge Frau im Paris der Weltausstellungen, die umgeben ist von [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Bei Etienne Willem fallen mir zuerst immer seine Charaktere ein: ein Hase, der tapfer sein will und noch nicht weiß, wie schwer Tapferkeit werden kann. Oder ein Affe, der in einem Cockpit sitzt und den Himmel nicht als Freiheit verkauft, sondern als Risiko. Oder eine junge Frau im Paris der Weltausstellungen, die umgeben ist von Fortschritt, Geistern, Lärm und falschem Glanz. Und dann sind da in seinen Geschichten ja noch all die katzenartigen Wesen, für die er so eine Vorliebe hatte.</p>
<p><span id="more-4041"></span></p>
<p>Seine Figuren stehen nie nur hübsch im Panel herum. Sie haben etwas vor, sie treibt etwas an oder sie verstecken etwas. Manchmal sind sie müde, manchmal stolz, dann wieder einfach nur lächerlich. Und genau deshalb bleiben sie bei mir hängen, seitdem ich Willem als Zeichner von <a title="DAS MÄDCHEN VON DER WELTAUSSTELLUNG – Zwischen Glanz und Wahrsagerei" href="https://panelwalker.de/2025/10/das-maedchen-von-der-weltausstellung-zwischen-glanz-und-wahrsagerei/">DAS MÄDCHEN VON DER WELTAUSSTELLUNG</a> für mich entdeckt habe.</p>
<p>Diese Art seine Figuren zu präsentieren, ist für mich der Kern seiner Arbeit. Er zeichnete Abenteuer, aber nicht als Getöse. Er mochte Verkleidungen, er mochte Epochen, Maschinen, Salons und Degen, Luftschiffe und dunkle Gassen. All&#8216; dies alte Zeugs. Doch unter all dem Dekor interessierte ihn immer der Moment, in dem eine Figur (re)agieren muss. Ein Mundwinkel hier, ein gesenkter Kopf dort. Ein Katzenohr, das plötzlich mehr sagte als ein ganzer Absatz Text. Seine Comics funktionieren, weil sie erzählen wollen. Sie sind nicht laut, nicht eitel. Sondern mit einer Lust am Handwerk, die ich auf jeder Seite spüre.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4052" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/FLINTENWEIBER_1.jpg" alt="Innenseite von DIE FLINTENWEIBER" width="595" height="842" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/FLINTENWEIBER_1.jpg 595w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/FLINTENWEIBER_1-300x425.jpg 300w" sizes="(max-width: 595px) 100vw, 595px" /></p>
<h3>Vom Storyboard zur großen Bühne</h3>
<p>Etienne Willem wurde 1972 in Charleroi geboren. Er studierte in Lüttich Geschichte und arbeitete später beim Animationsstudio 352 in Luxemburg als Storyboarder. Das klingt erst einmal wie eine nüchterne, biografische Station, ist es aber nicht. Für seine Comics war es eine entscheidende Wegmarkierung!</p>
<p>Wer Storyboards zeichnet, lernt, wie Blickrichtungen laufen. Er lernte, wann eine Bewegung beginnt und wann sie enden muss. Willem lernte auch, dass ein Bild nicht alles zeigen muss, wenn der nächste Ausschnitt den Rest erledigt.</p>
<p>2004 erschien bei Paquet sein Comicdebüt <a href="https://editionspaquet.com/catalogue/342-vieille-bruyere-et-bas-de-soie-integrale-9782888908050.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">VIEILLE BRUYÈRE ET BAS DE SOIE</a> (auf deutsch: PFEIFENRAUCH UND SEIDENSTRÜMPFE; derzeit <a href="https://www.zack-magazin.com/index.php/component/vportfolio/?task=view&amp;id=1&amp;Itemid=149" target="_blank" rel="nofollow noopener">im Zack-Magazin ab Heft 324</a>). Die Serie spielt im England der 1930er Jahre und verbindet Kriminalfall, Gesellschaftssatire und eine feine Lust am Genre. Hier ist von Willem noch nicht alles so geschmeidig wie später. Trotzdem sehe ich schon, worauf er hinauswill. Willem baut keine bloßen Kulissen. Er richtet einzelne Zimmer ein, lässt Menschen darin atmen und gibt Gesprächen ihre Körpersprache. Türen, Treppen, Sofas, Mäntel und Hüte sind bei ihm nie nur Schmuck. Sie helfen, eine Szene zu sortieren. Ausstattung war ihm wichtig.</p>
<p>Der Durchbruch seiner eigenen Handschrift kommt mit <a href="https://www.amazon.de/LEp%C3%A9e-dArdenois-Int%C3%A9grale-Etienne-Willem/dp/2888908301/ref=sr_1_1?crid=380UBBA4YS165&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.xQH10sXyaKvlYZsBpLMyo3_XLq14zaSx7K2muL6eO-olcm6fVLXYV7jZjkLieseZc_LeXMqq1XsqrFkaoPMSu4jixFtbtxBBZWbnkdZHX2DNxZ0CGSFx5h5TOtrcrzBUzP0FtM4jZTC7XLY3A6GqtVU5pe8Poj7xvCEdAS7xDDMwHAhGEgQ_eGBHaM1dgCrINMlc7-sb__6JgKOECxlHt3YHCnQ4Kf1psBBKY8PQvSs.GrPiXHrrmwT9IjSh88J_y_7vbUYhUQTp0gIt6yEk4dk&amp;dib_tag=se&amp;keywords=etienne+willem&amp;qid=1779959171&amp;sprefix=etienne+willem%2Caps%2C151&amp;sr=8-1" target="_blank" rel="nofollow noopener">L’ÉPÉE D’ARDENOIS</a> (DAS SCHWERT VON ARDENOIS; bislang nicht auf Deutsch erschienen). Vier Bände, erschienen zwischen 2010 und 2015. Dieser Comic ist eine mittelalterliche Fantasy mit Tierfiguren, Ritterstoffen, alter Schuld und junger Hoffnung. Auf dem Papier könnte das schnell nach vertrauter Abenteuerware klingen. Auf den Innenseiten des Comic ist es viel mehr. Hier findet Willem zu jenem Ton, den ich mit ihm verbinde: warm, klassisch, beweglich, aber mit Schatten an den Rändern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4056" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/06/L_EPEE_D_ARDENOIS.jpg" alt="" width="715" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/06/L_EPEE_D_ARDENOIS.jpg 715w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/06/L_EPEE_D_ARDENOIS-300x420.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/06/L_EPEE_D_ARDENOIS-600x839.jpg 600w" sizes="(max-width: 715px) 100vw, 715px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Mittelalter ohne Märchen</h3>
<p>L’ÉPÉE D’ARDENOIS ist ein Tiercomic, aber keiner, der sich hinter Niedlichkeit versteckt. Das macht die Serie so stark. Garen, der junge Hase, trägt die ganze Unsicherheit eines Helden, der erst noch begreifen muss, was Heldentum bedeutet &#8211; und was es kostet. Seine Körperhaltung erzählt oft mehr als seine Worte. Er ist klein in Räumen, die größer sind als er und er wirkt verletzlich unter Rüstungen, die andere Figuren selbstverständlich tragen.</p>
<p>Willem nutzt Tierarten nicht als vordergründigen Gag. Er nutzt sie als schnelle, aber auch als klare Zeichensprache. Ein anthropomorpher Fuchs weckt andere Erwartungen als ein Bär, ein Hase reagiert auf Gefahr anders als ein Wolf. Doch die Figuren bleiben nicht bei dieser ersten Lesart stehen. Sie bekommen Ecken und Kanten, Schwächen, aber auch Würde. Die besten Seiten der Serie leben von dieser Mischung. Ich erkenne sofort, wer vor mir steht &#8211; und werde dann doch überrascht.</p>
<p>Zeichnerisch ist das sehr gut gemacht. Die Panels bleiben lesbar, auch wenn mehrere Figuren handeln. Kampfszenen haben Richtung, während Waldwege, Burgen und Dörfer nicht nur als Tapete hinter der Handlung liegen. Sie bestimmen, wie sich Figuren bewegen.</p>
<p>Besonders schön sind die stilleren Momente. Dann merkt ich, wie sehr Willem auf Mimik vertraut. Eine Schnauze wird schmaler, Schultern sinken ab, Augen suchen einen Ausweg. Das ist keine große Kunstgeste, sondern sauberes Erzählen. Und ja, manchmal liebt er seine Ausstattung so sehr, dass eine Seite etwas voller wird als nötig. Sei&#8217;s d&#8217;rum! Lieber diese überbordende Freude an Welt als eine leere Eleganz ohne Blut.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4055" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/EIN-AFFE-IM-HIMMEL_1.jpg" alt="Innenseite 8 von DER AFFE IM HIMMEL" width="644" height="890" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/EIN-AFFE-IM-HIMMEL_1.jpg 644w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/EIN-AFFE-IM-HIMMEL_1-300x415.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/EIN-AFFE-IM-HIMMEL_1-600x829.jpg 600w" sizes="(max-width: 644px) 100vw, 644px" /></p>
<h3>Amerika mit Propellergeräusch</h3>
<p>Nach dem mittelalterlichen Tierabenteuer wechselt Willem mit EIN AFFE AM HIMMEL in die USA der 1930er Jahre. Aus dem Wald wird der offene Himmel. Aus Rittermythos werden Flugzeuge, Gangster, Wolkenkratzer, Depression und Showgeschäft. Die Hauptfigur Harry Faulkner, ein früherer Pilot der Lafayette-Staffel, passt wunderbar in diese Welt. Er ist ein Affe und allein das gibt den Flug- und Kletterszenen eine körperliche Energie, die ein menschlicher Held kaum hätte.</p>
<p>Hier zeigt sich eine andere Seite des Zeichners. Er kann Tempo und Maschinen, er kann Höhe und Sturz. Die Flugzeuge wirken nicht wie aus einem technischen Handbuch abgepaust, sondern wie erzählerische Geräte. Sie bringen ihre Eigenarten mit in die Seite. Sie zwingen Körper in Bewegung, öffnen den Himmel und machen ihn zugleich gefährlich.</p>
<p>Trotzdem wird EIN AFFE AM HIMMEL nicht zur reinen Schau. Die 1930er Jahre sind in dieser Serie mehr als ein hübscher Filter. Die wirtschaftliche Not, der Traum von Ruhm, das Misstrauen gegenüber Macht und Technik liegen spürbar darunter.</p>
<p>Willem selbst bleibt dabei ein klassischer Abenteurer. Er will unterhalten, er will Schwung nutzen. Doch er weiß, dass Abenteuer besser schmeckt, wenn der Boden darunter nicht ganz sicher ist.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2026" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2025/08/DAS_MAEDCHEN_VON_DER_WELTAUSSTELLUNG_Seite-06.jpg" alt="Innenseite 2 von DAS MÄDCHEN VON DER WELTAUSSTELLUNG" width="499" height="671" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2025/08/DAS_MAEDCHEN_VON_DER_WELTAUSSTELLUNG_Seite-06.jpg 499w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2025/08/DAS_MAEDCHEN_VON_DER_WELTAUSSTELLUNG_Seite-06-300x403.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 499px) 100vw, 499px" /></p>
<h3>Paris, Fortschritt und Schwindel</h3>
<p>Mit <a title="DAS MÄDCHEN VON DER WELTAUSSTELLUNG – Zwischen Glanz und Wahrsagerei" href="https://panelwalker.de/2025/10/das-maedchen-von-der-weltausstellung-zwischen-glanz-und-wahrsagerei/" target="_blank" rel="noopener">DAS MÄDCHEN VON DER WELTAUSSTELLUNG</a> öffnet sich sein Werk in Richtung historischer Gesellschaftscomic. Jack Manini schreibt, Willem zeichnet. Und wie er zeichnet.</p>
<p>Im Zentrum steht Julie Kleinnagel, eine junge Frau, die zwischen Geisterwelt, Verbrechen und den Pariser Weltausstellungen steht. Das ist ein Geschenk für einen Zeichner mit seinem Sinn für Räume. Weltausstellungen sind ja keine normalen Schauplätze. Sie sind Versprechen aus Glas, Stahl, Licht und Lärm. Und sie erzählen vom Fortschritt, aber auch von Eitelkeit und Macht.</p>
<p>Willem zeichnet Paris hier als die Bühne, auf der alle etwas darstellen wollen. Die Architektur drückt nicht nur schiere Größe aus, sie kann auch einschüchtern. Menschenmengen erzeugen Staunen, aber auch Enge. Julie bleibt darin erkennbar, weil der Zeichner sie nicht im Drumherum verliert. Sie ist klein gegen diese Bauten, aber nie nebensächlich. Genau diese Balance macht die Serie reizvoll. Ich bekomme Spektakel, aber ich verliere den Menschen nicht aus dem Blick.</p>
<p>Noch passender wird es später bei <a href="https://www.zack-edition.de/produkt/die-flintenweiber-gesamtausgabe/" target="_blank" rel="nofollow noopener">DIE FLINTENWEIBER</a> und <a href="https://www.zack-edition.de/produkt/das-paris-der-wunder-1/" target="_blank" rel="nofollow noopener">DAS PARIS DER WUNDER</a>, seinen Arbeiten nach den Geschichten von Pierre Pevel. Wir sind in der Belle Époque, sehen Magie, Feen und Drachen, Diebinnen und elegante Herren. Da hätte alles leicht zu süß, zu verspielt, zu dekorativ und fantastisch werden können. Willem rettet die Sache durch klare Figurenführung. Seine Bilder schwelgen, aber sie zerfließen nicht. Selbst wenn die Welt funkelt, bleibt die Handlung auf Kurs.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4054" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER_2.jpg" alt="Innenseite 4 von PARIS DER WUNDER" width="677" height="890" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER_2.jpg 677w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER_2-300x394.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER_2-113x150.jpg 113w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER_2-600x789.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></p>
<h3>Farbe als Temperatur der Geschichte</h3>
<p>Die Farbe ist bei Willem&#8217;s Werk ebenfalls kein Nebenthema. In L’ÉPÉE D’ARDENOIS kolorierte er ab dem zweiten Band selbst. Das veränderte den Ton der Reihe spürbar. Die Welt wirkt erdiger, wärmer und zugleich ernster. Wälder bekommen Feuchtigkeit. Innenräume bekommen Kerzenlicht. Rüstungen glänzen nicht sauber, sondern tragen Gewicht. Die Farbe macht die mittelalterliche Welt nicht realistischer im strengen Sinn, aber glaubwürdiger im Gefühl.</p>
<p>In EIN AFFE AM HIMMEL braucht die Farbe für ein anderes Tempo. Himmel, Metall, Staub und Nachtlicht treiben das Abenteuer voran. Die Seiten riechen nach Benzin, Bühne und Großstadt.</p>
<p>Bei DAS MÄDCHEN VON DER WELTAUSSTELLUNG, DIE FLINTENWEIBER und DAS PARIS DER WUNDER prägt Tanja Wenisch den Ton entscheidend mit. Ihre Farbgebung gibt dem Historischen Glanz und dem Fantastischen Wärme. Sie lässt Salons leuchten, ohne sie in Zuckerguß zu tauchen. Sie gibt dunklen Gassen Gefahr, ohne alles im Braun verschwinden zu lassen. Das passt sehr gut zu Willem, weil seine Zeichnung Licht verträgt, aber Klarheit braucht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4053" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER.jpg" alt="Innenseite 6 von PARIS DER WUNDER" width="677" height="890" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER.jpg 677w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER-300x394.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER-113x150.jpg 113w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/PARIS_DER_WUNDER-600x789.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 677px) 100vw, 677px" /></p>
<h3>Was bleibt, wenn der Vorhang fällt</h3>
<p>Etienne Willem starb am 16. Juni 2024, unerwartet und mit 52 Jahren viel zu früh. Die Community hat mit ihm &#8211; heute vor zwei Jahren &#8211; einen besonderen Künstler und liebenswerten Kollegen verloren.</p>
<p>Sein Werk ist überschaubar, aber erstaunlich geschlossen. PFEIFENRAUCH UND SEIDENSTRÜMPFE, L’ÉPÉE D’ARDENOIS, EIN AFFE AM HIMMEL, DAS MÄDCHEN VON DER WELTAUSSTELLUNG, DIE FLINTENWEIBER und DAS PARIS DER WUNDER erzählen von einem Zeichner, der gern Welten in anderen Epochen baute. Doch die Welten waren nie der eigentliche Grund, bei ihm zu bleiben. Ich bleibe wegen seiner Figuren, wegen ihrer Gesichter, wegen der Art, wie sie durch Geschichte, Abenteuer und Fantasie gehen, als hätten sie wirklich etwas zu verlieren.</p>
<p>Seine Kunst war nicht revolutionär und das musste sie auch nicht sein. Sie stand in einer großen, frankobelgischen Tradition und führte sie mit eigener Wärme fort. Willem glaubte an die Kraft der gut erzählten Seiten, an analoges Handwerk, an Rhythmus, Atmosphäre und vor allem an Figuren, die mit einem Blick mehr sagen können als mit einer Erklärung in einem Caption.</p>
<p>In einer Zeit, in der Comics oft über Konzepte, Themen oder Effekte wahrgenommen werden, ist es dies alles andere als eine Kleinigkeit. Sein Werk erinnert daran, wie viel in einer sauber gesetzten Szene stecken kann. Ein Tier hebt den Kopf, ein Flugzeug kippt Richtung Oberfläche oder Paris glitzert. Und irgendwo hinter jedem dieser Bilder lauert Gefahr.</p>
<p>Genau das konnte Etienne Willem, der Mann im Schottenrock. Und genau darum lese ich seine Werke immer wieder gerne &#8230;</p>
<p>Informationen zu den Bildrechten findest Du <a href="https://panelwalker.de/impressum/#Bildrechte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></p><p>The post <a href="https://panelwalker.de/2026/06/etienne-willem-der-mann-mit-dem-schottenrock/">ETIENNE WILLEM – Der Mann mit dem Schottenrock</a> first appeared on <a href="https://panelwalker.de">P A N E L W A L K E R</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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