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	<title>Western - P A N E L W A L K E R - Ein Comic-Blog</title>
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	<description>Ein Blog für alle Comic-Interessierten</description>
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	<title>Western - P A N E L W A L K E R - Ein Comic-Blog</title>
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		<title>Ein Rat an alle Gauner &#8211; LEAVE THEM ALONE</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jun 2026 05:00:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[★★★★☆]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Frankobelgisch]]></category>
		<category><![CDATA[One-Shot]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
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		<category><![CDATA[Western]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Regnault]]></category>
		<category><![CDATA[Roger Seiter]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ich lese Western gern, aber nicht dauernd. Ich brauche keine zehn Colts pro Seite, keinen Staub als Selbstzweck und keine Männer in Staubmänteln, die mit zusammengekniffenen Augen so tun, als hätten SIE den Westen erfunden. Umso mehr freut es mich, wenn ein Western nicht zuerst mit Posen derber Männlichkeit daherkommt, sondern mit Menschen. Menschen mit [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese Western gern, aber nicht dauernd. Ich brauche keine zehn Colts pro Seite, keinen Staub als Selbstzweck und keine Männer in Staubmänteln, die mit zusammengekniffenen Augen so tun, als hätten SIE den Westen erfunden. Umso mehr freut es mich, wenn ein Western nicht zuerst mit Posen derber Männlichkeit daherkommt, sondern mit Menschen. Menschen mit müden Händen, mit Angst im Nacken und mit Frauen, die längst verstanden haben, dass sie in dieser Welt keine Zeit für große Worte haben.</p>
<p><span id="more-3999"></span></p>
<p>Genau hier packt mich LEAVE THEM ALONE. Roger Seiter (Szenario) und Chris Regnault (Zeichnungen) erzählen von einer Poststation in Arizona im Jahr 1874. Das klingt erst einmal nach klassischem Western-Setting. Eine abgelegene Relais-Station, Gold, Banditen und ein geheimnisvoller Reiter. Sowie eine Frau auf der Flucht. Doch dieser Band wird dort interessant, wo er stehen bleibt und den Figuren ins wettergegerbte Gesicht schaut.</p>
<p>Nicht der Revolver ist hier die Hauptfigur. Es sind Marian Potter, Elfie, Mattie, Mad Wolf und Lew. Menschen, die nicht auf einen großen Auftritt warten, sondern auf den nächsten Tag. Und dieser nächste Tag kann an einem Ort wie diesem schnell tödlich werden.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4001" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-05_1000X710.jpg" alt="Innenseite 05 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-05_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-05_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-05_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="(max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>Marian hält den Laden zusammen</h3>
<p>Dead Indian Peak ist wahrlich kein Sehnsuchtsort. Es ist eine Station, ein Halt in einer weiten, rauen Landschaft. Marian Potter führt dieses Relais mit einer ernsthaften Ruhe. Sie wirkt nicht hart, weil der Comic ihr Härte anschreibt. Sie wirkt hart, weil sie längst genug gesehen hat. Bei ihr lebt Elfie, ihre Enkelin, die gerade achtzehn geworden ist. Zur Besatzung gehört auch Mad Wolf, ein Navajo, der an dieser Station nicht als exotischer Schmuck herumsteht. Er ist Teil dieses kleinen Alltags. Er hilft, beobachtet, schützt und trägt eigene Wunden mit sich.</p>
<p>Ich mochte diesen Anfang sehr. Roger Seiter kann einfühlsame Geschichten erzählen und erklärt nicht alles tot. Er lässt Marian den Ort bewohnen. Ich sehe, wie sie arbeitet, wie sie auf Menschen reagiert, wie sie Elfie im Blick behält. Diese Frau trägt Fürsorge in sich, aber keine Weichheit, die ihr gefährlich werden könnte. Sie ist keine Westernmutter aus dem Bilderbuch. Sie kann freundlich sein, aber auch misstrauisch. Beides gehört zusammen.</p>
<h3>Elfie ist der Gegenpol</h3>
<p>Elfie bringt eine andere Energie in den Band. Sie ist jung, wach und viel zu vertraut mit Gefahr. Bei ihr spüre ich diesen Trotz, der auch der Isolation in dieser Umgebung geschuldet ist und erst einmal nach Mut aussieht, darunter aber vielleicht doch auch Angst versteckt.</p>
<p>Der Comic macht aus ihr keine kleine Rebellin für den schnellen Effekt. Elfie möchte mehr können, als ihr zugetraut wird. Sie möchte helfen, schießen, jagen &#8211; und ja, sie möchte bestehen. Gerade neben Marian bekommt das Gewicht. Hier steht nicht Jugend gegen Alter. Hier stehen zwei Frauen nebeneinander, die einander lieben und sich trotzdem reiben.</p>
<p>Dann kommen die Störungen. Eine verzweifelte Frau nähert sich der Station. Ein Reiter taucht auf. Eine Bande von Halsabschneidern rückt näher. Und irgendwo im Hintergrund zieht eine Kiste Gold ihre giftige Spur durch diese Geschichte. Aus einem kargen, fast friedlichen Ort wird ein Raum, in dem jede Ankunft etwas verändern kann.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4002" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-06_1000X710.jpg" alt="Innenseite 06 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-06_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-06_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-06_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="(max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>Mattie bringt die Angst mit</h3>
<p>Mattie ist die Figur, die den Band endgültig aus der Ruhe bringt. Sie kommt nicht als schöne Fremde, die das Abenteuer anstößt. Sie kommt als Frau, die fliehen muss. Ihre Vergangenheit klebt an ihr. Flagstaff, der Saloon, die Männer, die ihren Körper und ihre Angst für selbstverständlich halten. All das reist mit ihr. Der Band lässt keinen Zweifel daran, wie grausam diese Welt vor allem für Frauen sein kann. Er suhlt sich aber nicht darin. Das ist ein wichtiger Unterschied.</p>
<p>Lew, der geheimnisvolle Reiter, begegnet Mattie zunächst wie eine Figur aus einem alten Westernfilm. Schweigsam, dunkel, gefährlich. Ja, diese Sorte Mann kenne ich aus dem Genre. Normalerweise werde ich da schnell skeptisch. Hier funktioniert Lew besser, weil er nicht alles an sich zieht. Er bleibt wichtig, aber er verdrängt Mattie nicht. Seine Gegenwart öffnet eher weitere Fragen. Wer ist er? Weshalb hilft er? Was verbindet ihn mit der Gewalt, die schon unterwegs ist?</p>
<h3>Die Gauner</h3>
<p>Burt Bell und seine Männer bilden den Gegenpol. Sie sind keine komplizierten Seelen, die ich lange verstehen müsste. Sie sind eine Bedrohung, die Körper hat, Stimmen, Waffen und Lust an Macht. Das ist weder feinsinnig, noch subtil. Doch für diese Geschichte reicht es oft, weil der Blick nicht dauerhaft bei ihnen bleibt. Er bleibt bei denen, die überleben müssen.</p>
<p>In der zweiten Hälfte zieht der Comic die Figuren enger zusammen. Marian, Elfie und Mattie werden nicht automatisch zu einer Gemeinschaft. Dafür ist zu viel Misstrauen im Raum. Aber sie stehen plötzlich auf derselben Seite einer Tür. Draußen lauern Männer, die nehmen wollen. Drinnen sitzen Frauen, die einander kaum kennen und doch begreifen, dass sie ohne die Anderen keine Chance haben. Genau daraus zieht der Band seine Spannung. Nicht aus der Frage, wer am besten schießt. Sondern aus der Frage, wer in der Panik nicht zuerst nur an sich denkt.</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4003" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-07_1000X710.jpg" alt="Innenseite 07 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-07_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-07_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-07_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="(max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>Arizona ohne Sonntagskleidung</h3>
<p>Der historische Hintergrund ist hier kein Zierrat. Er erklärt, weshalb diese Figuren so allein wirken. Arizona war 1874 noch Territorium der Vereinigten Staaten. Der entsprechende Act wurde 1863 unter Abraham Lincoln unterzeichnet, Bundesstaat wurde Arizona erst 1912. Zwischen diesen Daten liegt eine lange Zeit, in der Verwaltung, Recht und tatsächliche Sicherheit nicht dasselbe waren. Damit spielt die Geschichte etwa in der gleichen Zeit wie <a title="Ein Mann geht seinen Weg BIS ZUM BITTEREN ENDE" href="https://panelwalker.de/2026/02/ein-mann-geht-seinen-weg-bis-zum-bitteren-ende/" target="_blank" rel="noopener">BIS ZUM BITTEREN ENDE</a>, aber in einer anderen Gegend und unter anderen Rahmenbedingungen.</p>
<p>Für einen Western ist das Gold im Gepäck natürlich ein vertrauter Köder. Trotzdem hat es einen realen Kern. Wells Fargo ließ 1885 einen Bericht über Überfälle auf Geldtransporte erstellen. Darin wurden 347 Überfälle und versuchte Überfälle auf Schatzsendungen zwischen 1870 und 1884 erfasst, die per Postkutsche und Zug unterwegs waren. Wer also beim Lesen denkt, das sei doch alles ein bisschen viel mit Räubern, Kisten und überforderten Autoritäten, liegt nur halb richtig. Diese Welt war nicht nur Mythos. Sie war auch Logistik, Risiko und sehr viel Geld auf sehr unsicheren Wegen.</p>
<p>Mad Wolf gibt dem Band noch eine andere Schicht. Die Navajo konnten nach dem Vertrag von 1868 in Teile ihrer Heimat zurückkehren. Der Vertrag steht bis heute für Überleben, Rückkehr und Selbstbehauptung nach Vertreibung. Deshalb lese ich Mad Wolf nicht einfach nur als hilfreichen Mann am Rand, der er natürlich auch ist. Seine stille Gegenwart verschiebt den Boden unter dem Western. Dieser Westen gehört nicht nur denen, die mit Pferden, Banken und Gewehren kommen. Er ist auch ein verletzter Ort. Der Comic erzählt das nicht breit aus. Doch Regnault zeichnet Mad Wolf mit genügend Würde und Ruhe, dass dieser Gedanke mitschwingt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4004" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-08_1000X710.jpg" alt="Innenseite 08 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-08_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-08_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-08_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>Drei Frauen, keine Heiligen</h3>
<p>Was LEAVE THEM ALONE besonders macht, ist für mich weniger die Handlung als die Art, wie diese Handlung an den Figuren zieht. Marian, Elfie und Mattie könnten leicht zu klaren Rollen werden: die Alte, die Junge, die Gefallene.</p>
<p>Zum Glück bleibt der Comic nicht dabei stehen. Marian ist nicht nur weise. Sie ist auch streng, müde, gelegentlich ungerecht aus Sorge. Elfie ist nicht nur mutig. Sie ist ungeduldig und will zu schnell beweisen, dass sie dazugehört. Mattie ist nicht nur Opfer. Sie hat Angst, ja. Aber sie hat auch Witz, Willen und einen sehr genauen Blick für die Abgründe der Männerwelt.</p>
<p>Ich glaube, deshalb hat mich der Band stärker erwischt, als ich erwartet hatte. Ich musste nicht plötzlich großer Westernfan werden, nur diesen Frauen glauben. Und das tue ich. Der Comic gibt ihnen keine modernen Reden in den Mund. Er lässt sie handeln. Sie kochen, fluchen, zielen, pflegen, lügen vielleicht auch einmal aus Schutz. Sie müssen Entscheidungen treffen, die kein Mensch gern treffen möchte.</p>
<p>Die Schwäche liegt dort, wo der Band die Gegenseite etwas zu glatt bösartig zeichnet. Burt Bell und seine Leute sind wirksame Gefahr, aber selten mehr als Gefahr. Ich hätte gern einen Moment gehabt, in dem diese Männer durch Nähe interessanter würden. So bleiben sie vor allem Druck von außen. Allerdings passt das zur inneren Architektur des Comics. Diese Geschichte gehört nicht den Tätern, sondern den Bedrohten.</p>
<p>Sehr schön ist, dass Seiter den Zusammenhalt nicht romantisiert. Diese Figuren vertrauen einander nicht, weil das für eine gute Moral hübsch wäre. Sie vertrauen einander stückweise, weil jede andere Möglichkeit noch gefährlicher wäre. Das gibt dem Band eine bodenständige Wärme. Nicht die große Rede rettet hier Menschen, eher ein rechtzeitiger Blick, eine geladene Winchester oder eine Hand, die nicht loslässt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4005" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-09_1000X710.jpg" alt="Innenseite 09 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-09_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-09_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-09_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>Chris Regnault sieht Menschen vor Landschaft &#8230;</h3>
<p>Chris Regnault zeichnet den Westen groß, aber nicht leer. Das ist mir wichtig. Viele Westernbilder verlieben sich so sehr in Weite, Berge und Sonnenuntergänge, dass die Figuren darin wie kleine Spielfiguren wirken. Regnault kann die Weite zeigen. Er kann Staub, Felsen, Kutschen, Pferde und Holzbauten überzeugend auf die Seite setzen. Doch sein eigentlicher Zugriff liegt in den Gesichtern.</p>
<p>Marian sieht bei ihm nicht einfach alt aus. Sie wirkt vom Leben benutzt. Falten, Augen, Haltung, alles erzählt von viel Arbeit. Elfie bekommt einen wachen, unruhigen Körper. Sie steht selten nur dekorativ herum. Ihr Blick springt, ihre Bewegungen haben etwas Vorwärtsdrängendes. Mattie wiederum trägt eine andere Art Erschöpfung in den Bildern. Bei ihr liegt der Schmerz nicht nur in dramatischen Momenten. Er sitzt in Schultern, Blicken, kleinen Pausen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4006" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-10_1000X710.jpg" alt="Innenseite 10 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-10_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-10_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-10_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>&#8230; und Landschaft mit Menschen</h3>
<p>Mad Wolf profitiert besonders von Regnault&#8217;s Zurückhaltung. Er wird nicht mit großer Zeichenfanfare eingeführt. Regnault lässt ihn stehen, schauen, reagieren. Dadurch bekommt diese Figur eine Präsenz, die stärker ist als jede Erklärung. Lew dagegen ist bewusst näher am Mythos gebaut. Hut, Schatten, kontrollierte Bewegung. Aber auch ihn erdet Regnault durch Momente, in denen seine Pose Risse zeigt.</p>
<p>Die Seiten sind klar gesetzt. Ich hatte nie das Gefühl, mich durch Action kämpfen zu müssen. Das Auge findet den Weg. Nahaufnahmen bremsen das Tempo, weite Panels lassen die Gefahr heranrollen. Regnault&#8217;s Farben bleiben warm, trocken, oft staubig. Gelb, Braun, Rot und ausgeblichene Himmel legen sich über die Seiten wie Hitze. Wenn Blut ins Bild kommt, wirkt es nicht elegant. Es stört. Genau so soll es sein.</p>
<p>Besonders gelungen finde ich den Wechsel zwischen Alltag und Angriff. Die Station wirkt erst wie ein normaler Ort. Später wird sie zu einem Körper, der verteidigt werden muss. Türen, Fenster, Ecken, Sichtachsen. Regnault macht daraus keine technische Fingerübung. Er macht daraus Angst, die ich räumlich verstehe, da aus jedem Winkel Gefahr drohen kann. Das ist starkes Erzählen mit Bildern.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4007" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-11_1000X710.jpg" alt="Innenseite 11 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-11_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-11_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-11_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>Zwei Steckbriefe</h3>
<p>Roger Seiter wurde 1955 in Straßburg geboren und ist von Hause aus Historiker. Bevor er sich als Szenarist einen Namen machte, arbeitete er als Conseiller principal d’éducation, also im französischen Schuldienst. Seine Comiclaufbahn begann 1989 mit APRÈS UN SI LONG HIVER, gezeichnet von Johannes Roussel. Seitdem hat Seiter ein erstaunlich breites Werk aufgebaut, mit historischen Stoffen, Abenteuercomics, Krimis, Literaturadaptionen und Serienarbeiten. Zu seinen bekannteren Arbeiten gehören FOG, H.M.S., SPECIAL BRANCH sowie mehrere Alben aus den klassischen Reihen LEFRANC und ALIX.</p>
<p>Auffällig ist dabei sein verlässliches Gespür für historische Schauplätze und sauber gebaute Spannungsstoffe. Seiter schreibt selten laut, eher handwerklich präzise. Er interessiert sich für Figuren, die in Drucksituationen geraten, für moralische Grauzonen und für Geschichte als lebendige Bühne. Inzwischen steht er hinter mehr als 120 Comic-Alben, die bei zahlreichen Verlagen erschienen sind.<img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4008" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-12_1000X710.jpg" alt="Innenseite 12 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-12_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-12_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-12_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<p>Chris Regnault &#8211; auch Christophe Regnault &#8211; wurde 1982 in Frankreich geboren und arbeitet als Zeichner, Kolorist, Autor und Storyboarder. Nach einer klassischen Zeichenausbildung in Lyon illustrierte er unter anderem für Rollenspiele, pädagogische Comicprojekte und Magazine aus dem Videospielbereich. Zu seinen Arbeiten zählen HISTORISCHE PERSÖNLICHKEITEN: <a href="https://www.splitter-verlag.de/churchill-graphic-novel.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">CHURCHILL</a>, <a href="https://www.splitter-verlag.de/elisabeth-I-historische-persoenlichkeiten.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">ELISABETH I</a> und <a href="https://www.splitter-verlag.de/stalin-graphic-novel.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">STALIN</a> sowie die Comicadaption von <a href="https://www.splitter-verlag.de/h-g-wells-der-unsichtbare-1.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">H.G. WELLS &#8211; DER UNSICHTBARE</a>.</p>
<p>Regnault arbeitete außerdem an Storyboards zu historischen Comicprojekten und zeichnete zahlreiche Cover. Mit <a href="https://www.splitter-verlag.de/wahre-geschichte-des-wilden-westens-jesse-james.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">JESSE JAMES</a> war er bereits deutlich im Western zuhause. Für LEAVE THEM ALONE bringt er diese Erfahrung sichtbar ein. Sein Blick für historische Schauplätze verbindet sich mit einem sehr lesbaren, körpernahen Stil, der Figuren nicht nur zeigt, sondern spielen lässt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4009" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-13_1000X710.jpg" alt="Innenseite 13 von LEAVE THEM ALONE" width="710" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-13_1000X710.jpg 710w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-13_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_INNENSEITE-13_1000X710-600x845.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 710px) 100vw, 710px" /></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>LEAVE THEM ALONE ist ein harter Western, der mich mit seinem Cover angezogen und mit seinem Inhalt überzeugt hat. Er hat mich über Marian, Elfie und Mattie bekommen. Über drei Frauen, die nicht auf Rettung warten können, über Mad Wolf, der viel sagt, auch wenn er dazu wenig Worte braucht und über Lew, der aus einem bekannten Typus kommt und trotzdem genug im Schatten behält. Und über eine Poststation, die erst Zuflucht ist und dann zur letzten Linie wird.</p>
<p>Mit LEAVE THEM ALONE sind vor allem die Frauen des Albums gemeint. Der Western spielt in einem gesetzlosen amerikanischen Westen, in dem Reisende, Migranten und besonders Frauen leichte Beute für Banditen, Plünderer und Gewaltmenschen sind. Der Titel ist also weniger eine höfliche Bitte als eine Warnung. So etwas wie: &#8222;Lasst diese Frauen in Ruhe – oder tragt die Folgen.&#8220; Darin steckt der klassische Western-Satz vor dem Showdown. Nur wird er hier verschoben: Nicht der große männliche Retter steht im Zentrum, sondern die Frage, was Frauen in einer Welt tun müssen, in der Recht, Schutz und Anstand gerade nicht verlässlich vorhanden sind.</p>
<p>Der Band ist hart in dem, was und wie er es erzählt. Gelegentlich ist er auch grob in der Zeichnung seiner Schurken. Doch sein Herz schlägt an der richtigen Stelle. Roger Seiter erzählt sauber und mit Gefühl für Druck. Chris Regnault gibt den Figuren Gewicht, Blick und Staub auf der Haut. Für mich ist das ein Western für Leserinnen und Leser, die nicht zwingend Western suchen, sondern gute Figuren in einer schlechten Welt. Genau davon hat dieser Comic erfreulich viel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-4000" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_COVER_1000X710-300x423.jpg" alt="Cover von LEAVE THEM ALONE" width="300" height="423" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_COVER_1000X710-300x423.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_COVER_1000X710-600x845.jpg 600w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/05/LEAVE-THEM-ALONE_COVER_1000X710.jpg 710w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul id="infobox">
<li>LEAVE THEM ALONE</li>
<li>Roger Seiter und Chris Regnault</li>
<li>Hardcover | 160 Seiten | Farbe | Bookformat</li>
<li>ISBN 978-3-96792-139-7</li>
<li>Storyline:  ★★★★☆</li>
<li>Zeichnungen: ★★★★☆</li>
<li>Farben: ★★★★☆</li>
<li>Lettering: ★★★★☆</li>
<li>Humor: ★☆☆☆☆</li>
<li>Meine persönliche <a href="https://panelwalker.de/ueber-mich-und-den-blog/#Bewertung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bewertung</a>: ★★★★☆</li>
<li>© <a href="https://www.splitter-verlag.de/leave-them-alone.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Splitter Verlag</a></li>
<li>Informationen zu den Bildrechten findest Du <a href="https://panelwalker.de/impressum/#Bildrechte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></li>
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		<title>LUCKY LUKE DAKOTA 1880 &#8211; Eine liebevolle Hommage</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2026 05:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[★★★☆☆]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Frankobelgisch]]></category>
		<category><![CDATA[Funny]]></category>
		<category><![CDATA[One-Shot]]></category>
		<category><![CDATA[Serie]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Western]]></category>
		<category><![CDATA[Appollo]]></category>
		<category><![CDATA[Brüno]]></category>
		<category><![CDATA[Bruno Thielleux]]></category>
		<category><![CDATA[Egmont Ehapa Verlag]]></category>
		<category><![CDATA[Laurence Croix]]></category>
		<category><![CDATA[Maurice de Bevere]]></category>
		<category><![CDATA[Morris]]></category>
		<category><![CDATA[Olivier Appollodorus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein hübscher, beinahe frecher Gedanke. LUCKY LUKE reitet nicht einfach wieder einmal durch den Wilden Westen. Er steckt in DAKOTA 1880 noch in den Stiefeln eines jungen Mannes, der die eigene Legende erst nach und nach erarbeitet. Kein großer Auftritt mit allen bekannten Serienzutaten, kein bequemes Abhaken vertrauter Zeichen, kein Jolly Jumper. Stattdessen [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist ein hübscher, beinahe frecher Gedanke. LUCKY LUKE reitet nicht einfach wieder einmal durch den Wilden Westen. Er steckt in DAKOTA 1880 noch in den Stiefeln eines jungen Mannes, der die eigene Legende erst nach und nach erarbeitet. Kein großer Auftritt mit allen bekannten Serienzutaten, kein bequemes Abhaken vertrauter Zeichen, kein Jolly Jumper. Stattdessen gibt es Schnee, Staub, Kutschenräder und einen Helden, der schon erstaunlich klar nach LUCKY LUKE aussieht, aber noch nicht ganz die bekannte Ikone ist. Und: Ja, es ist ein Prequel.</p>
<p>Genau darin liegt der Reiz dieses Bandes. Appollo und Brüno nehmen Morris’ Cowboy ernst, aber sie knien nicht vor ihm nieder. Sie spielen mit ihm, setzen ihn in erste Bewegungen. Sie lassen ihn in sieben kurzen Geschichten Menschen begegnen, die mehr als eindimensionale, dekorative Westernschablonen sind. Luke trifft befreite Sklaven, Frauen mit eigenen Plänen, einen Fotografen, streitlustige Poeten, Revolverhelden und indigene Charaktere. Das ergibt nicht wie sonst ein klassisches Abenteuer mit einem einzigen großen Ziel. Es fühlt sich eher wie eine Reise an, bei der jede Station eine kleine Kerbe im Charakter des Hauptdarstellers hinterlässt &#8211; und genau das ist es dann auch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3917" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-01_1000x693.jpg" alt="Innenseite 01 von LUCKY LUKE DAKOTA 1880" width="693" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-01_1000x693.jpg 693w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-01_1000x693-300x433.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-01_1000x693-600x866.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 693px) 100vw, 693px" /></p>
<h3>Achtzig Jahre schneller als der eigene Schatten</h3>
<p>LUCKY LUKE gehört zu den Figuren, die längst aussehen, als seien sie immer dagewesen. Dabei hat auch dieser Cowboy einmal klein angefangen.</p>
<p>Morris, eigentlich Maurice De Bevere, brachte ihn 1946 zur Welt. Also heute, vor ziemlich genau 80 Jahre. Die erste Geschichte hieß <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Arizona_1880" target="_blank" rel="nofollow noopener">ARIZONA 1880</a> und erschien im Umfeld des SPIROU Almanachs. Schon der Titel ist wichtig, weil DAKOTA 1880 sich hörbar und sichtbar daran anlehnt. Aus Arizona wird Dakota, aus dem bekannten Helden wird ein jüngerer LUKE (noch ohne den Beinamen LUCKY) und aus der Parodie des Westerns wird ein Western, der noch den kalten Wind im Gesicht hat.</p>
<p>Spannend ist auch, wie sehr LUCKY LUKE im Laufe der Jahrzehnte seine Form gefunden hat. Morris zeichnete die Figur von 1946 bis zu seinem Tod 2001. Ab Mitte der fünfziger Jahre kam <a href="https://panelwalker.de/tag/rene-goscinny/" target="_blank" rel="noopener">René Goscinny</a> hinzu, der dem Serienhumor eine besondere Schlagkraft gab und viele der klassischen Abenteuer prägte. Diese Mischung aus klarer Linie, Timing, Westernliebe und liebevoller Überzeichnung machte LUCKY LUKE zu einer der großen Figuren der frankobelgischen Comicgeschichte.</p>
<p>Dass 2026 der 80. Geburtstag gefeiert wird, passt deshalb wunderbar zu diesem Band. EGMONT EHAPA begleitet das Jubiläum im deutschsprachigen Raum mit neuen Veröffentlichungen und Ausstellungen, unter anderem ab dem 02. Oktober 2026 mit einer Morris-Schau &#8222;Lucky Luke – Moris’ einsa-<br />
mer Westernheld&#8220; im Museum für Kommunikation, Berlin.</p>
<p>DAKOTA 1880 erschien auf Deutsch im März 2026 und reiht sich als Hommage in diese Geburtstagsbewegung ein. Das ist kein bloßer Marketingrahmen. Es ist der passende Moment für eine Frage, die gute Hommagen stellen müssen. Was bleibt lebendig, wenn eine berühmte Figur kurz aus ihrer eigenen Routine herausgeführt wird?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3918" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-02_1000x701.jpg" alt="Innenseite 02 von LUCKY LUKE DAKOTA 1880" width="701" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-02_1000x701.jpg 701w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-02_1000x701-300x428.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-02_1000x701-600x856.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 701px) 100vw, 701px" /></p>
<h3>Sieben Wege durch einen raueren Westen</h3>
<p>Erzählerisch funktioniert der Band am besten, wenn ich ihn nicht als normalen Lucky-Luke-Band lese. Appollo inszeniert keine große Daltons-Jagd und keinen durchgehenden Gag-Mechanismus. Er nutzt die Postkutschenreise nach Kalifornien als lockere Klammer. Jede Episode bringt einen anderen Zungenschlag hinein. Mal wirkt der Band abenteuerlich, mal trocken komisch, mal fast melancholisch. Das Tempo bleibt angenehm zügig. Trotzdem hetzt nichts. Diese kurzen Geschichten haben Platz für Blicke, Pausen und kleine Pointen.</p>
<p>Formal ist das smart. Der Seitenrhythmus erinnert an die klassische Alben, aber Brüno zeichnet nicht im Morris-Modus. Seine Figuren sind kantiger, moderner. Die Gesichter stehen klar im Raum. Die Körper wirken manchmal fast wie ausgeschnitten, wenn auch präzise gesetzt. Das macht die Seiten sehr lesbar. Ich hatte nie das Gefühl, mich durch Dekor kämpfen zu müssen. Brüno liebt die Fläche, die Haltung, die Silhouette. Seine Bilder stopfen den Westen nicht voll, sie räumen ihn auf, bis jede Bewegung sitzt.</p>
<p>Laurence Croix unterstützt das mit Farben, die den Band nicht auf lustig trimmen. Es gibt eine gewisse Wärme. Schnee, Erde, Holz, Abendlicht und Kleidung greifen ruhig ineinander. Dadurch wirkt DAKOTA 1880 erwachsener als die klassische Serie, ohne dem Vorbild die Freude auszutreiben. Die Schwäche liegt eher in der Form selbst. Nicht jede Begegnung kann gleich tief gehen. Manche Figur verschwindet genau dann, wenn ich gern noch zwei Seiten geblieben wäre. Aber dann rollt die Kutsche halt weiter. Doch diese Knappheit gehört zum Konzept. Der Band erzählt von Spuren, nicht von Lebensläufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3919" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-03_1000x737.jpg" alt="Innenseite 03 von LUCKY LUKE DAKOTA 1880" width="737" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-03_1000x737.jpg 737w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-03_1000x737-300x407.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-03_1000x737-600x814.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 737px) 100vw, 737px" /></p>
<h3>Kurzbiografie: Appollo</h3>
<p>Appollo heißt bürgerlich Olivier Appollodorus und wurde 1969 in Tunesien geboren. Er wuchs in Nordafrika und auf La Réunion auf. Schon als Schüler gründete er mit Freunden ein Comicmagazin, später studierte er in Paris und begann als Szenarist zu arbeiten. Zu seinen bekannten Arbeiten zählen unter anderem <a href="https://www.avant-verlag.de/comics/die-diebe-von-karthago/#cc-m-product-8773971920" target="_blank" rel="nofollow noopener">DIE DIEBE VON KARTHAGO</a>, <a href="https://www.amazon.de/Bourbon-Island-1730-Appollo/dp/1596432586" target="_blank" rel="nofollow noopener">BOURBON ISLAND 1730</a> mit Lewis Trondheim und <a href="https://www.amazon.de/Biotope-1-English-Appollo-ebook/dp/B0C1L9N3D6?th=1&amp;psc=1&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9.TEO40FDU6DCsXQ0NV0xEf0y9XpOlpVHTVB4hR61aM07uAWfiTM5qXHgBo7ipmzfN8gMA2xtvI3ycmyGVvy2X_r4J8etFZxRgtLXzx_v5N3yvuZ7MNri66KD-n2MBzD2yiVWg2bkTD1gv6n7VJSP7I941waU8haTug6pYsrj_o73U9dAGq_qCz8zHwQ-8A29io1_plE1XgN8D-ajhyk3DY51JgUlfm6KQvLaB90WL5X4.gMBI6txXw5QVEgzsihQ5z-kd3kRVnmQFJUpw2tLaF1Q&amp;dib_tag=AUTHOR" target="_blank" rel="nofollow noopener">BIOTOPE</a> mit Brüno. Gerade diese Laufbahn erklärt viel an diesem Band. Appollo interessiert sich für Geschichte, Randfiguren und dafür, wie große Erzählungen aus kleinen Begegnungen entstehen. In DAKOTA 1880 passt das sehr gut zu einem LUCKY LUKE, der noch nicht ganz das Denkmal ist, dass wir alle kennen.</p>
<h3>Kurzbiografie: Brüno</h3>
<p>Brüno, mit bürgerlichem Namen Bruno Thielleux, wurde 1975 in Deutschland geboren. Nach Stationen an der École Estienne in Paris und einem Studium der bildenden Kunst in Rennes veröffentlichte er ab den späten neunziger Jahren erste Arbeiten. Mit <a href="https://www.avant-verlag.de/comics/atar-gull/#cc-m-product-8700242520" target="_blank" rel="nofollow noopener">ATAR GULL</a>, <a href="https://www.avant-verlag.de/comics/black-proud/#cc-m-product-8681003920" target="_blank" rel="nofollow noopener">BLACK AND PROUD</a> und besonders <a href="https://www.amazon.de/Tyler-Cross-1-Black-Rock/dp/355171228X?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&amp;crid=2CWQRXDIAXVJR&amp;dib=eyJ2IjoiMSJ9._uhLneg5GmuVDsTXR7WlzZcProRQdkSXVp26NBKporL2_MdTVSve_SeUCEnL_d6kAQbJGdy_CfwfFVpKKwP0ydjuZTGoaXLgPGpOGjuxTzRPgPiStiTtTmwCeBiBVACsxFvUEhvSBMD76FMRiWxfsVxVqu8rvsgVojyWkzTcHkVeaiVrtz_yaOizLIZxalFEjnqs369v-K4mxo7ErmsjS_Vvm4tTKNcTYAmWNMEiOhg.Bzs07dUNS1KCg_7nQv7MUSDXlUZ53bNOa4eJZS7m5u4&amp;dib_tag=se&amp;keywords=Tyler+Cross+comic&amp;qid=1777480894&amp;s=books&amp;sprefix=tyler+cross+comic%2Cstripbooks%2C97&amp;sr=1-6" target="_blank" rel="nofollow noopener">TYLER CROSS</a> hat er sich einen Namen als Zeichner gemacht, der Genrestoffe ernst nimmt und zugleich radikal vereinfacht. Sein Strich ist klar, hart und elegant. Er zeigt gern Männer in gefährlichen Landschaften, aber er verliert sich nicht in Muskelshow oder Dekor. Für LUCKY LUKE ist das ein Glücksfall. Brüno macht aus dem Cowboy keine Kopie. Er macht ihn wieder &#8211; anders &#8211;  sichtbar.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3920" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-04_1000x800.jpg.jpeg" alt="Innenseite 04 von LUCKY LUKE DAKOTA 1880" width="800" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-04_1000x800.jpg.jpeg 800w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-04_1000x800.jpg-300x375.jpeg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-04_1000x800.jpg-750x938.jpeg 750w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-04_1000x800.jpg-768x960.jpeg 768w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKY-LUKE_DAKOTA_1880_Innenseite-04_1000x800.jpg-600x750.jpeg 600w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>DAKOTA 1880 ist eine sehr gelungene Hommage, weil sie nicht nur erinnert, sondern ausprobiert. Appollo und Brüno behandeln LUCKY LUKE wie eine Figur mit Vergangenheit, nicht wie ein Museumsstück. Der Band ist teils rauer, teils stiller und nachdenklicher als viele klassische Abenteuer. Zugleich bleibt er zugänglich, flott und charmant.</p>
<p>Ich hätte mir an einzelnen Stellen etwas mehr Atem für Nebenfiguren gewünscht. Doch der Gesamteindruck trägt. Diese Reise zeigt einen jungen Cowboy auf dem Weg zur Legende. Und genau das macht beim Lesen überraschend viel Freude.</p>
<p>Ach ja &#8211; und ganz nebenbei wir erfahren, warum Luke seinen Beinamen &#8222;Lucky&#8220; erhält.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-3915" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKA-LUKE_DAKOTA_1880_Cover_1000x762-300x394.jpg" alt="Cover von LUCKY LUKE DAKOTA 1880" width="300" height="394" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKA-LUKE_DAKOTA_1880_Cover_1000x762-300x394.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKA-LUKE_DAKOTA_1880_Cover_1000x762-750x984.jpg 750w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKA-LUKE_DAKOTA_1880_Cover_1000x762-600x787.jpg 600w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/04/LUCKA-LUKE_DAKOTA_1880_Cover_1000x762.jpg 762w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<ul id="infobox">
<li>LUCKY LUKE &#8211; DAKOTA 1880</li>
<li>Appollo und Brüno</li>
<li>Softcover | 64 Seiten | Farbe</li>
<li>ISBN 978-3-77041-031-6 (des Hardcovers)</li>
<li>Storyline:  ★★★☆☆</li>
<li>Zeichnungen: ★★★☆☆</li>
<li>Farben: ★★★☆☆</li>
<li>Lettering: ★★★☆☆</li>
<li>Humor: ★★☆☆☆</li>
<li>Meine persönliche <a href="https://panelwalker.de/ueber-mich-und-den-blog/#Bewertung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bewertung</a>: ★★★☆☆</li>
<li>© <a href="https://www.egmont-shop.de/lucky-luke-hommage-nr-7-softcover/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Egmont Ehapa Verlag</a></li>
<li>Informationen zu den Bildrechten findest Du <a href="https://panelwalker.de/impressum/#Bildrechte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></li>
</ul><p>The post <a href="https://panelwalker.de/2026/04/lucky-luke-dakota-1880-eine-liebevolle-hommage/">LUCKY LUKE DAKOTA 1880 – Eine liebevolle Hommage</a> first appeared on <a href="https://panelwalker.de">P A N E L W A L K E R - Ein Comic-Blog</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Ein Mann geht seinen Weg BIS ZUM BITTEREN ENDE</title>
		<link>https://panelwalker.de/2026/02/ein-mann-geht-seinen-weg-bis-zum-bitteren-ende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 06:00:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[★★★★☆]]></category>
		<category><![CDATA[Comic]]></category>
		<category><![CDATA[Frankobelgisch]]></category>
		<category><![CDATA[Historiendrama]]></category>
		<category><![CDATA[One-Shot]]></category>
		<category><![CDATA[Rezension]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Western]]></category>
		<category><![CDATA[Jérôme Félix]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Gastine]]></category>
		<category><![CDATA[Splitter Verlag]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit BIS ZUM BITTEREN ENDE nehme ich ein Album zu einem klassischer Western in die Hand. Ein alter Cowboy treibt noch ein letztes Mal Longhorns über die Prärie. Er will danach sesshaft werden. Dann jedoch beendet ein Todesfall diese Pläne. Genau in diesem Moment zeigt der Band seine eigentliche Stärke. Jérôme Félix, der Szenarist, erzählt [&#8230;]</p>
<p>The post <a href="https://panelwalker.de/2026/02/ein-mann-geht-seinen-weg-bis-zum-bitteren-ende/">Ein Mann geht seinen Weg BIS ZUM BITTEREN ENDE</a> first appeared on <a href="https://panelwalker.de">P A N E L W A L K E R - Ein Comic-Blog</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Mit BIS ZUM BITTEREN ENDE nehme ich ein Album zu einem klassischer Western in die Hand. Ein alter Cowboy treibt noch ein letztes Mal Longhorns über die Prärie. Er will danach sesshaft werden. Dann jedoch beendet ein Todesfall diese Pläne. Genau in diesem Moment zeigt der Band seine eigentliche Stärke.</p>
<p>Jérôme Félix, der Szenarist, erzählt keinen klassischen Nostalgieritt. Er schreibt eine Geschichte über das Ende eines Berufs, über das Ende von Gewissheiten.</p>
<p>Paul Gastine setzt dies mit einem Blick um, der zugleich weit ist, aber auch intim bleibt. Große Landschaften stehen neben Gesichtern, in denen jede Falte eine Entscheidung verrät. Der Splitter Verlag veröffentlichte den Band 2021 als abgeschlossenen Einzelband im Hardcover, der schnell vergriffen war. 2026 erscheint nun die erweiterte Neuausgabe. Freunde des Genres und dieses Comics wird es freuen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3296" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_01_1000X727.jpg" alt="Innenseite 01 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="727" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_01_1000X727.jpg 727w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_01_1000X727-300x413.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_01_1000X727-109x150.jpg 109w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_01_1000X727-600x825.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 727px) 100vw, 727px" /></p>
<h3>Letzter Treck, letzter Traum</h3>
<p>Russell, unser Protagonist, weiß, dass er auf Verschleiß reitet. Die Arbeit der Viehtreiber verliert ihren Wert. Züge und neue Bahnstationen machen den Transport schneller, effizienter und damit auch kostengünstiger. Russell reagiert pragmatisch. Er will raus aus dem Staub und rein in ein kleines Stück Zukunft.</p>
<p>Sein Ziel liegt in Montana. Dort hofft er auf Land, Ruhe und eine Art Familie. An seiner Seite ist Bennett, ein junger Mann, den Russell früh zu sich genommen hat und den er schützt, auch wenn Bennett oft anders reagiert als die Leute es erwarten. Mit ihnen zieht Kirby. Er ist Partner, Freund und stille Stütze. Diese drei bilden eine fragile Gemeinschaft. Sie funktioniert, weil jeder weiß, was der andere nicht sagen kann.</p>
<p>Auf dem Weg legen sie in Sundance einen Halt ein. Die Stadt steht unter Druck. Neue Infrastruktur lockt Geld und verspricht Aufstieg. Gleichzeitig klebt an diesem Versprechen Angst. Wer jetzt als gefährlich gilt, wird zum Risiko für den Ruf des Ortes und damit für dessen Zukunft.</p>
<p>In dieser Stimmung findet man am Morgen eine Leiche. Der Bürgermeister sucht nach einer schnellen Erklärung. Er will Ordnung, bevor die Gerüchte größer werden. Russell spürt sofort, dass hier mehr brodelt als ein Unglück. Er bleibt, fragt nach, schaut genauer hin. Sundance reagiert abweisend. Aus dem Durchreiseort wird ein Knoten, an dem sich ihre Schicksale verwirren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3297" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_02_1000X716.jpg" alt="Innenseite 02 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="716" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_02_1000X716.jpg 716w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_02_1000X716-300x419.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_02_1000X716-107x150.jpg 107w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_02_1000X716-600x838.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 716px) 100vw, 716px" /></p>
<h3>Eine Stadt, die sich selbst verteidigt</h3>
<p>Der erste Tote bleibt nicht der letzte. Ausgerechnet Bennett gerät ins Visier der Ermittlungen. Man schiebt ihm Schuld zu. Die Logik ist brutal einfach: ein Fremder passt als Täter, ein zurückhaltender junger Mann als Sündenbock. So kann die Stadt einfach weitermachen. Ein junger Zeuge streut dabei zusätzlich Unruhe. Plötzlich steht nicht nur ein Unglück im Raum, sondern die Möglichkeit, dass jemand bewusst etwas vertuscht.</p>
<p>Für Russell bricht damit etwas. Er hat Bennett nicht als Besitz an seiner Seite, sondern als Verantwortung. Als Bennett kurz darauf ebenfalls tot aufgefunden wird, legt die Obrigkeit erneut einen Fall schnell zu den Akten. Der Bürgermeister drängt Russell aus Sundance. Er hofft, damit die Wellen zu glätten. Russell lässt sich vertreiben, aber &#8211; er vergisst nicht. Félix zieht die Schraube jetzt konsequent weiter an.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3298" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_03_1000X716.jpg" alt="Innenseite 03 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="716" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_03_1000X716.jpg 716w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_03_1000X716-300x419.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_03_1000X716-107x150.jpg 107w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_03_1000X716-600x838.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 716px) 100vw, 716px" /></p>
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<p>Russell kommt zurück, nicht als Bittsteller, sondern mit einer Gruppe Outlaws. Er will Antworten und er will sie sofort. Damit kippt die Dynamik. Sundance wird zur Bühne für eine Belagerung ohne Mauern. Jeder Schritt wird zu einem Statement, jeder Blick kann eine Lüge sein.</p>
<p>In dieses Geflecht tritt Miss Collins, die Lehrerin der Stadt. Sie wirkt wie ein Gegenentwurf zur rauen Männerlogik. Sie handelt mutig und bleibt dabei menschlich. Ihre Rolle ist mehr als die einer Nebenfigur. Sie gibt dem Geschehen einen moralischen Anker. Sie zeigt, dass Zivilisation nicht nur aus Schienen und Verträgen besteht muss.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3299" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_04_1000X720.jpg" alt="Innenseite 04 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="720" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_04_1000X720.jpg 720w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_04_1000X720-300x417.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_04_1000X720-108x150.jpg 108w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_04_1000X720-600x833.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></p>
<h3>Wenn Rache zum Gesetz wird</h3>
<p>Ab hier erzählt BIS ZUM BITTEREN ENDE in Spiralen. Russell sucht Wahrheit, verliert jedoch gleichzeitig den Boden unter den Füßen. Die Outlaws bringen Gewalt mit, die Stadt Verdrängung. Beides passt erschreckend gut zusammen. Félix arbeitet immer wieder mit Überraschungen, aber nicht als Trick. Er zeigt, wie schnell ein Ort seine Regeln verbiegt, wenn Geld und Zukunft auf dem Spiel stehen. Die Eisenbahn hängt über Sundance wie ein Versprechen, das alle korrumpiert.</p>
<p>Russell und seine Männer pressen Antworten aus einer Gemeinschaft, die sich im Alltag aneinander festhält. Es gibt Schankräume, Flure, Hinterzimmer. Überall stehen Menschen, die zu lange geschwiegen haben. Dann kippt das Spiel.</p>
<p>Eine Beichte taucht auf. Sie wirkt wie ein sauberer Schlussstrich. Genau da wird es aber gefährlich. Russell muss entscheiden, ob er die einfache Erklärung annimmt, oder ob er weiter stochert und damit noch mehr Leben zerstört. Miss Collins versucht, den Kern des Problems sichtbar zu machen. Sie stößt dabei auf ein Netz aus Mitwisserschaft. Kirby dient bei Allem als Erdung. Er sieht, wie Rache den Blick verengt, selbst wenn sie aus Liebe geboren wird.</p>
<p>Am Ende zwingt die Geschichte ihren Helden zu Entscheidungen, die keinen sauberen Ausweg erlauben. Der Band spart sich einen romantischen Schluss. Er zeigt, wie teuer Wahrheit sein kann, wenn sie zu spät kommt.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3300" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_05_1000X720.jpg" alt="Innenseite 05 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="720" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_05_1000X720.jpg 720w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_05_1000X720-300x417.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_05_1000X720-108x150.jpg 108w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_05_1000X720-600x833.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 720px) 100vw, 720px" /></p>
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<h3>Figuren im Gegenlicht der Moderne</h3>
<p>Das Western-Genre lebt oft von seiner Klarheit. Der Band hier lebt von Unschärfe. Félix schreibt Menschen, keine Abziehbilder. Ein Bürgermeister kann zugleich panisch und berechnend wirken. Outlaws können wie Werkzeuge erscheinen und doch eigene Grenzen haben. Russell trägt Würde in sich, aber auch eine Gewöhnung an die Gewalt an sich. Das macht jede seiner Handlungen doppeldeutig.</p>
<p>Besonders stark finde ich, wie der Comic das Ende einer Epoche nicht nur andeutet, sondern in die Beziehungen einarbeitet. Fortschritt bedeutet hier nicht Komfort, Fortschritt bedeutet Entwertung. Wer sein Leben lang geritten ist, steht plötzlich im Weg.</p>
<p>Die Erzählung bleibt trotz moralischer Grauzonen gut lesbar. Félix setzt auf klare Motive wie Familie, Loyalität, guten Ruf und Angst. Er verschachtelt diese Motive in Szenen, die schnell wechseln, aber verständlich bleiben. Die Kürze des Einzelbandes zwingt zu Verdichtung. Das funktioniert meistens, weil der Autor die Emotionen seiner Figuren präzise trifft. In manchen Passagen spürt man den Druck: Figuren müssen zügig Position beziehen. Mir fehlt gelegentlich ein Atemzug mehr, bevor die nächste Eskalation startet. Gleichzeitig passt dieser Sog zum Thema. Wenn diese Stadt kippt, kippt sie nicht in Zeitlupe.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3301" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_06_1000X713.jpg" alt="Innenseite 06 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="713" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_06_1000X713.jpg 713w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_06_1000X713-300x421.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_06_1000X713-107x150.jpg 107w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_06_1000X713-600x842.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px" /></p>
<h3>Paul Gastine&#8217;s Westernblick</h3>
<p>Gastine zeichnet mit einer Lust am Detail, die nie geschniegelt wirkt. Landschaften bekommen Raum. Felsen, Himmel und Staub stehen nicht nur als Kulisse herum. Sie formen Stimmungen. In den Stadtansichten sieht man, wie eine neue Zeit anrollt. Gleise schneiden Linien in die Weite, Holzfassaden wirken provisorisch. Es sind Orte, die morgen schon anders aussehen können. Dazu kommen Gesichter, die Gastine mit markanten Zügen baut. Mimik und Körperhaltung erzählen oft schneller als die Dialoge. Das macht den Band einsteigerfreundlich. Man versteht, wer gerade lügt, wer zweifelt, wer nur spielt.</p>
<p>Auffällig sind die Farben. Gastine koloriert kräftig. Er greift tief in warme Erd- und Abendtöne. Dann setzt er kalte Akzente, wenn die Stimmung kippt. Das wirkt manchmal moderner, als man es bei einem Western erwartet. Aber mich stört das nicht, im Gegenteil. Es unterstreicht den Gedanken, dass diese Welt gerade umgebaut wird.</p>
<p>Auch die Seitenregie überzeugt. Gastine denkt in Kamerablicken. Er wechselt zwischen Panorama und Nahaufnahme. Er führt die Action klar und kinematografisch. Er kann aber auch Stille stehen lassen. Der Band fühlt sich dadurch oft wie Kino an, nur ohne die Ausrede, dass Bilder vorbeiziehen. Hier muss man hinschauen.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3302" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_07_1000X713.jpg" alt="Innenseite 07 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="713" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_07_1000X713.jpg 713w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_07_1000X713-300x421.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_07_1000X713-107x150.jpg 107w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_07_1000X713-600x842.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px" /></p>
<h3>Zwei historische Fäden, die der Comic aufnimmt</h3>
<p>Der Kern des Comics illustriert einen realen Strukturwandel. Trail Drives brachten Rinder von den Weiden direkt zu den Märkten oder zu einem Railhead, von dem aus Züge die Tiere weiter transportierten. Solche Trecks konnten Monate dauern. Ein Weg von Texas zu Railheads in Kansas dauerte nach Angaben des National Park Service oft zwei bis drei Monate. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts trieben Cowboys Millionen Tiere über offene Weideflächen Richtung Norden.</p>
<p>Die Stadt Chicago spielte dabei eine Schlüsselrolle. Die Union Stock Yards öffneten 1865 und bündelten Viehhandel und Fleischindustrie in einem riesigen Komplex. Die Stadt wurde so zum Magneten für Tiere, Geld und Logistik. Wer das Transportproblem löste, veränderte ganze Berufe. Genau diese Entwertung spürt man in Russells Welt. Die Arbeit auf dem Pferd verliert gegen Fahrpläne. (Mit diesem Ansatz ist dieses Album gerade wieder hochaktuell.)</p>
<p>Die Konsequenz war das Ende der offenen Weidewirtschaft. Die Railroads und eingezäunte Ranchgrenzen schränkten den Beruf des Cowboys bis etwa 1890 deutlich ein. Aus freier Weite wird Parzelle, aus Handschlag wird Vertrag. Félix nimmt diesen Umbruch als unsichtbaren Gegenspieler und Antrieb.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3303" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_08_1000X713.jpg" alt="Innenseite 08 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="713" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_08_1000X713.jpg 713w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_08_1000X713-300x421.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_08_1000X713-107x150.jpg 107w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_08_1000X713-600x842.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px" /></p>
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<p>Dazu kommt ein zweiter Faden. Die neuen Linien erzeugten neue Orte und neue Abhängigkeiten. In BIS ZUM BITTEREN ENDE wartet Sundance auf den Zug wie auf den Heilsbringer. Der Bürgermeister fürchtet, ein Skandal könnte anstehende Investitionen vertreiben. Denn Eisenbahngesellschaften entschieden, wo Haltepunkte und Umschlagplätze entstehen und wo Boomtowns wachsen oder Verliererorte entstehen.</p>
<p>Der Ortsname selbst trägt zusätzlich Geschichte. In Wyoming existiert <a href="https://www.google.de/maps/place/Sundance,+Wyoming+82729,+USA/@44.4052936,-104.386629,6382m/data=!3m2!1e3!4b1!4m6!3m5!1s0x5332e096cebe18f1:0xc3c44be889fa5bdf!8m2!3d44.4063746!4d-104.3757816!16zL20vMDExZmRk?entry=ttu&amp;g_ep=EgoyMDI2MDIyNS4wIKXMDSoASAFQAw%3D%3D" target="_blank" rel="nofollow noopener">Sundance</a> als Stadt. Sie entstand Ende der 1870er Jahre und wurde später Verwaltungssitz des Crook County. Bekannt wurde sie auch über Harry Alonzo Longabaugh, den Outlaw &#8222;Sundance Kid&#8220;.</p>
<p>Diese Fakten zeigen, wie sehr der Westen in jener Zeit neu vermessen wurde. Orte entstanden, weil Handel, Durchreise und Infrastruktur sie brauchten. Félix und Gastine fangen dieses Klima ein. Sie erzählen es nicht als Chronik. Sie machen es als den Druck spürbar, der Menschen zu schnellen, schlechten Entscheidungen treibt.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-3304" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_09_1000X713.jpg" alt="Innenseite 09 von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="713" height="1000" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_09_1000X713.jpg 713w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_09_1000X713-300x421.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_09_1000X713-107x150.jpg 107w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_INNENSEITE_09_1000X713-600x842.jpg 600w" sizes="auto, (max-width: 713px) 100vw, 713px" /></p>
<h3>Fazit</h3>
<p>BIS ZUM BITTEREN ENDE ist ein Western, der die Colts nicht vergisst. Jérôme Félix schreibt eine Rachegeschichte, welche die Menschen dahinter ernst nimmt. Paul Gastine liefert Bilder, die ich nicht nur lese, sondern in denen ich verweile. Wer Western liebt, bekommt hier Staub, Schüsse und Weite. Wer selten Western liest, bekommt einen klar erzählten Einstieg in ein Genre. Der Comic bleibt wohlwollend hart. Er fragt nach Verantwortung, zeigt, wie schnell Moral zur Verhandlungsmasse wird. Am Ende bleibt ein Gefühl von Verlust, aber auch von erzählerischer Konsequenz. Und genau das macht diesen Einzelband so überzeugend.</p>
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<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright size-medium wp-image-3295" src="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_COVER_1000X719-300x417.jpg" alt="Cover von BIS ZUM BITTEREN ENDE" width="300" height="417" srcset="https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_COVER_1000X719-300x417.jpg 300w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_COVER_1000X719-108x150.jpg 108w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_COVER_1000X719-600x834.jpg 600w, https://panelwalker.de/wp-content/uploads/2026/02/BIS-ZUM-BITTEREN-ENDE_COVER_1000X719.jpg 719w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<ul id="infobox">
<li>BIS ZUM BITTEREN ENDE</li>
<li>Jérôme Félix und Paul Gastine</li>
<li>Hardcover | 88 Seiten | Farbe</li>
<li>ISBN 978-3-68950-142-6</li>
<li>Storyline: ★★★★☆</li>
<li>Zeichnungen: ★★★★★</li>
<li>Farben: ★★★★☆</li>
<li>Lettering: ★★★★☆</li>
<li>Humor: ★☆☆☆☆</li>
<li>Meine persönliche <a href="https://panelwalker.de/ueber-mich-und-den-blog/#Bewertung" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bewertung</a>: ★★★★☆</li>
<li>© <a href="https://www.splitter-verlag.de/bis-zum-bitteren-ende-erweitert.html" target="_blank" rel="nofollow noopener">Splitter Verlag</a></li>
<li>Informationen zu den Bildrechten findest Du <a href="https://panelwalker.de/impressum/#Bildrechte" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a></li>
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