Aktuell habe ich wohl eine Western-Phase. Vor Kurzem noch waren wir im Wyoming des Jahres 1863, heute sind wir im New York der ausgehender 30er-Jahre des zwanzigsten Jahrhunderts. PULP von Ed Brubaker und Sean Phillips war vor Jahren mein erster Comic dieses Autorenteams. Rückblickend betrachtet, hätte der Einstieg in ihre Arbeiten kaum passender sein können.
Diese schmale, 2020 erschienene Geschichte enthält beinahe alles, was ihre gemeinsame Arbeit auszeichnet. Sie erzählt von Schuld und Gewalt, von Loyalität und der Frage, ob ein einziger, anständiger Entschluss ein verpfuschtes Leben noch verändern kann. Zugleich verbindet es Western, Großstadtkrimi und Künstlerdrama so eng, dass keiner dieser Teile das Genre dieses Comics ernsthaft vorgeben könnte.
Die Grundidee entstand, weil Sean Phillips einen Western zeichnen wollte. „Gut, machen wir!“ dachte sich Brubaker und fragte sich in der Folge, was aus einem Gesetzlosen wird, der nicht jung im Kugelhagel stirbt. So entstand ihr Hauptcharakter, Max Winter, ein früherer Outlaw, der im New York des Jahres 1939 billige Westerngeschichten für Groschenhefte schreibt. PULP eben.
Der historische Zeitpunkt ist dabei sorgfältig gewählt. Am 20. Februar 1939 füllten mehr als 20.000 Anhänger des German-American Bund den Madison Square Garden. Auf der Bühne standen Hakenkreuze neben amerikanischen Fahnen und einem riesigen Porträt George Washingtons, während draußen Tausende gegen die offene Nazi-Propaganda protestierten. Für sein Script nahm Brubaker dieses reale Ereignis und machte daraus den Schauplatz für den „letzten Ritt“ eines alten Mannes.
Schon auf den ersten Seiten spürte ich, wie sicher Brubaker und Phillips ihre Geschichte entwickeln. Sie brauchen keine lange Anlaufstrecke. Ein kranker Autor, ein gestohlener Mythos und ein Land, das seine Feinde noch nicht erkennen will, reichen für eine spannende wie tiefsinnige Geschichte völlig aus.

Ed Brubaker vor dem großen Schattenwurf
Ed Brubaker begann nicht als gefeierter Krimiautor, sondern als Zeichner und Autor eigener kleiner Comics. In Werken wie A COMPLETE LOWLIFE verarbeitete er in den frühen Neunzigerjahren Erfahrungen aus seinem unsteten, jungen Leben. Dazu kamen kurze Geschichten für Anthologien wie DARK HORSE PRESENTS. Schon damals interessierten ihn Menschen, die sich selbst im Weg stehen und trotzdem nach einem Ausweg suchen.
Der entscheidende Schritt folgte schließlich 1999 mit SCENE OF THE CRIME. Dort verband Brubaker Detektivgeschichte, Stadtbeobachtung und beschädigte Figuren zu jenem Ton, der seine späteren Arbeiten intensiv prägen sollte. Phillips tuschte drei der vier Hefte und trat damit erstmals in Brubakers berufliche Laufbahn.

Steckbrief von Sean Phillips
Sean Phillips arbeitete bereits als Jugendlicher professionell. Seine ersten Aufträge führten ihn in britische Mädchencomics. Dort lernte er, schnell, klar und zuverlässig zu erzählen. Nach dem Kunststudium wechselte er zu CRISIS, 2000 AD und dem JUDGE DREDD MEGAZINE. Arbeiten wie NEW STATESMEN und DEVLIN WAUGH zeigten, wie wandlungsfähig er schon früh war.
Für HELLBLAZER ersetzte Phillips die glatte Pinsel-Linie seiner früheren Arbeiten durch eine rauere Feder. KID ETERNITY gab ihm später mehr Freiheit bei Seitengestaltung, Wiederholungen und Bildfolgen. Diese Jahre erklären viel von seiner heutigen Stärke. Phillips denkt nicht zuerst in schönen Einzelbildern, er denkt in Abläufen. Jede Einstellung muss die nächste vorbereiten. Bereits lange vor Brubaker konnte er Milieus, Gesichter und Licht so einsetzen, dass eine Seite ohne große Gesten Spannung aufbaut.

Zwei Erzähler finden ihren gemeinsamen Takt
Nach SCENE OF THE CRIME folgten GOTHAM NOIR und ab 2003 SLEEPER. Mit der Reihe CRIMINAL schufen Brubaker und Phillips ab 2006 schließlich ihre eigene große Welt aus Räubern, Betrügern, Polizisten und Menschen, die zur falschen Zeit die falsche Entscheidung treffen. INCOGNITO verschiebt diese Haltung in Richtung Superhelden-Pulp. FATALE verbindet Krimi und übernatürlichen Schrecken, THE FADE OUT – zu dem der POW!-Comicpodcast übrigens eine schöne Folge gemacht hat – blickt hinter die Fassaden des alten Hollywood und KILL OR BE KILLED nimmt den Mythos des Selbstjustizhelden auseinander. Der Out-Put der Beiden ist hoch.
Ihre Zusammenarbeit beruht auf großem, gegenseitigem Vertrauen. Phillips erhält die Skripte oft kapitelweise und möchte den weiteren Verlauf der Geschichten gar nicht kennen. Brubaker lässt ihm Raum für Inszenierung und Rhythmus. Seit MY HEROES HAVE ALWAYS BEEN JUNKIES färbt Jacob Phillips, der Sohn von Sean Phillips, die gemeinsamen Bücher. Damit bekam die Partnerschaft eine dritte Stimme.
Nach Jahrzehnten monatlicher Hefte wenden sich Brubaker und Phillips schließlich stärker abgeschlossenen Graphic Novels zu. PULP steht genau an diesem Übergang. Brubaker empfand den knappen Umfang während der Arbeit zwar als Herausforderung, doch gerade diese Enge gibt dem Buch die notwendige, erzählerische Dichte, die mir besonders gefällt.

Der Mann hinter dem Red River Kid
„Genug der Vorrede, kommen wir zu Handlung“: Max Winter lebt vom Schreiben. Viel mehr lässt sich über seinen Alltag zunächst kaum sagen. Er sitzt an einer Schreibmaschine, liefert Westernstoffe und wartet auf das nächste, magere Honorar. Sein Held heißt Red River Kid, der durch eine Welt reitet, in der das Unrecht sichtbar ist und eine Waffe wenigstens einige Seiten lang für Ordnung sorgt.
Max schreibt jedoch keine reine Fantasie. Hinter dem Pseudonym steckt ein Mann, der Ende des 19. Jahrhunderts selbst als Red Rock Kid Banken und Postkutschen überfiel. Die Geschichten sind „geglättete“ Erinnerungen und aus Angst, Hunger und Blut werden Abenteuer und aus einem Gesetzlosen wird eine verkäufliche Figur. Brubaker legt diese Ebenen so übereinander, dass ich nie lange überlegen muss, ob ich gerade Max’ Vergangenheit, seine gedruckte Fassung oder eine neue Erfindung lese.
Sein Redakteur verlangt vor allem Eines: Wiederholung, PULP halt. Ein stilles Ende oder ein alternder Held, der einfach weiterlebt, passen nicht in das gewünschte Muster. Als der Verlag wegen sinkender Auflage auch noch das Honorar kürzt, wird Max’ Lage bedrohlich. Kurz darauf verteidigt er in der U-Bahn einen jüdischen Jungen gegen zwei Schläger. Dafür wird er selbst brutal zusammengeschlagen, ausgeraubt und nach einem Herzinfarkt ins Krankenhaus eingeliefert.
Dieser Moment ist wichtig, denn Max handelt nicht, weil er plötzlich ein Held sein möchte. Er handelt, weil er Ungerechtigkeit erkennt und seinen alten Körper für einige Sekunden vergisst. Ein würdevoller Moment, der aber nicht gut für ihn ausgeht.

Wenn Dir die eigene Geschichte nicht mehr gehört
Nach dem Krankenhaus versucht Max weiterzuschreiben. Er braucht Geld für Rosa, seine Frau. Seine Angst gilt weniger dem eigenen Tod als der Frage, was er ihr hinterlässt, wenn er nicht mehr ist. Doch sein Redakteur hat längst Ersatz gefunden. Jüngere, günstigere – und gefügigere – Autoren schreiben neue Abenteuer des Red River Kid. Der Verlag besitzt die Figur, Max besitzt nur seine Erinnerungen, aus denen sie entstanden ist.
Brubaker trifft hier einen besonders bitteren Punkt. Max hat sein früheres Leben in Geschichten verwandelt, um zu überleben. Nun nimmt ihm die Unterhaltungsindustrie auch diese zweite Existenz. Die Figur darf ewig weiter reiten, während ihr Schöpfer krank und mittellos zurückbleibt. Der Comic macht daraus keine Abhandlung über Urheberrecht. Ein kurzes Gespräch im Büro genügt. Max‘ Redakteur ist kein fauchender Bösewicht. Er folgt einer einfachen Rechnung: Günstig ist einfach besser und verspricht mehr Profit. Gerade deshalb wirkt diese Szene so kalt.
Max reagiert mit dem Werkzeug, das er am besten kennt. Er beobachtet einen Geldtransport und plant einen Überfall. Der alte Gesetzlose kehrt nicht aus Abenteuerlust zu alten Gewohnheiten zurück. Er sucht eine letzte Möglichkeit, Rosa abzusichern. Doch bevor er zuschlagen kann, wird er von Jeremiah Goldman abgefangen. Goldman war früher Pinkerton-Detektiv und jagte Max und dessen Bruder im Westen. Jetzt braucht er keine Gefangenen, sondern einen Partner.
Diese Begegnung verändert den Comic. Zwei alte Männer stehen sich gegenüber, deren Rollen früher klar verteilt waren. Einer brach das Gesetz, der andere verteidigte es. 1939 reicht diese alte Ordnung nicht mehr aus, um in der Gegenwart zu Überleben.

Ein Raubzug gegen die falschen Patrioten
Goldman plant einen Einbruch in die Räume des bereits erwähnten German-American Bund. Während die Organisation im Madison Square Garden ihre große Kundgebung abhält, wollen Max und Goldman deren Kasse leeren. Für Max klingt das wie ein vertrauter Überfall mit neuen Zielscheiben, welche die „Entreicherung“ verdienen. Die Nazis sind reich, bewaffnet und verachtenswert. Mehr Begründung braucht er zunächst nicht.
Beim Einbruch erkennt Max jedoch, dass Goldman auch ein anderes Ziel verfolgt. Es geht nicht nur um Geld, sondern auch um Unterlagen und Namen. Goldman will belegen, wer die amerikanischen Nazis finanziert und unterstützt. Seine persönliche Wut hat einen klaren Ursprung. Er wurde als Jude aus einem sicheren Beruf gedrängt und sieht früher als viele andere, welche Gefahr vor der amerikanischen Haustür wächst.
Der Plan scheitert blutig und Goldman wird in der Folge ermordet. Die Nazis lassen sich nicht so einfach etwas wegnehmen. Max überlebt erneut, obwohl sein Körper längst jedes Recht dazu verloren zu haben scheint. Spätestens hier verschmilzt seine Geschichten mit seinem Leben. Der alte Autor kann das Ende nicht mehr am Schreibtisch ändern. Er kann nur entscheiden, welche Rolle er darin übernimmt.
Max sucht die Mörder seines Partners auf. Der folgende Schusswechsel besitzt keinen Triumph. Phillips inszeniert ihn als bewussten Gang in den Tod. Max rächt Goldman und stellt sich gegen jene Männer, die ihre Menschenverachtung hinter Uniformen und patriotischen Bildern verstecken. Er stirbt nicht als makelloser Held, sondern als jemand, der für einen kurzen Augenblick auf der richtigen Seite steht.

Als Amerika seine Nazis noch duldet
Die Pulp-Magazine, von denen Max lebt, waren billige, leicht verfügbare Unterhaltung. Ihren Namen verdankten sie dem groben, säurehaltigen Papier. Zwischen den Zwanziger- und Fünfzigerjahren bedienten sie Western, Krimis, Horror, Science-Fiction, Liebesgeschichten und Kriegsabenteuer. Viele Autoren wurden nach Wortzahl bezahlt und schrieben unter mehreren Namen, um ihre Rechnungen begleichen zu können.
Brubaker nutzt diese Welt nicht bloß als hübsche Kulisse. Das tut er nie. Max wird pro Wort bezahlt, weil das System Masse braucht. Sein Leben wird zerlegt, verlängert und von anderen fortgeschrieben. Der Red River Kid gehört am Ende stärker dem Markt als seinem Schöpfer.
Ebenso wichtig ist das Jahr 1939. Die Vereinigten Staaten waren noch nicht in den Zweiten Weltkrieg eingetreten. Der German-American Bund konnte Antisemitismus verbreiten, Jugendcamps betreiben und sich als amerikanische Bewegung inszenieren. Beim New Yorker Aufmarsch standen nationale Symbole und Nazi-Zeichen nebeneinander. Genau diese Mischung macht den historischen Hintergrund so unheimlich. Das Böse trägt hier keine fremde Uniform. Es spricht von Heimat und Ordnung. An was erinnert mich das heute bloß???

Sean Phillips lässt die Bilder altern
Sean Phillips zeichnet den Comic nicht wie einen auf Hochglanz polierten Historienfilm. Seine Linien bleiben rau. Gesichter tragen Falten, Schatten und Müdigkeit. Max wirkt oft zusammengesunken, manchmal schwach, doch nie schwächlich. In seinem Körper steckt noch die Erinnerung an eine frühere Schnelligkeit. Phillips zeigt sie in kleinen Verschiebungen der Haltung.
Die Bildsprache ist stark vom Kino geprägt, ohne wie ein abgezeichneter Film zu wirken. Phillips wechselt sicher zwischen Totalen, Halbnahen und engen Gesichtern. Räume werden zuerst verständlich gemacht. Danach kann er die Blickrichtung verdichten. Besonders in den Überfällen entsteht Bewegung nicht durch überfüllte Panels, sondern durch klare Anschlüsse. Eine Hand greift, eine Tür öffnet sich und eine Figur tritt aus dem Schatten. Der nächste Schuss fällt fast zwangsläufig.
Auch der Seitenrhythmus überzeugt. Ruhige Gespräche laufen häufig in gleichmäßigen Bildfolgen. Gefahr bricht diese Ordnung auf. Größere Panels geben entscheidenden Momenten Gewicht, ohne die Seite in Spektakel zu verwandeln. Phillips nutzt Schwarzflächen wie verschlossene Türen. Sie nehmen den Figuren Luft und machen New York eng. Im Westen öffnet sich das Bild stärker. Doch selbst dort liegt keine Freiheit. Die Landschaft ist Teil einer Erinnerung, die Max längst in bedruckbare Ware verwandelt hat.
Seine größte Leistung bleibt für mich in allen Werken die Lesbarkeit. So auch hier: trotz mehrerer Zeitebenen, verschiedener Arten von Erinnerung und vieler Ortswechsel verliere ich nie den Überblick. Phillips führt das Auge so sicher, dass Brubakers Erzählerstimme Raum bekommt, ohne die Zeichnung zu ersticken.

Jacob Phillips färbt Erinnerung und Gegenwart
Jacob Phillips trennt die Ebenen nicht mit grellen Effekten. Die Gegenwart liegt oft in kühlen Grau-, Blau- und Brauntönen. Sie fühlt sich feucht, schwer und verbraucht an. New York scheint das Licht zu schlucken.
Die Westernpassagen brennen dagegen in Orange, Rot und staubigem Gelb. Ihre Farben wirken nicht natürlicher, sondern stärker bearbeitet. So sehen Erinnerungen aus, die jahrelang erzählt und gedruckt wurden. Der Westen erscheint heißer, größer und gefährlicher als das Leben in der Großstadt oder am Schreibtisch. Zugleich ahmen einzelne Flächen die ungenaue Farbwirkung alter Drucke nach. Die Farbe erklärt damit nicht nur Zeit und Ort. Sie zeigt, wie Max seine Vergangenheit in einen Mythos verwandelt hat.

(Ein längeres) Fazit
Mich beeindruckt an PULP bis heute, wie viel mir dieses kurze Buch erzählt, ohne unter seinem eigenen Gewicht zusammenzubrechen. Brubaker erzählt vom Altern, von Armut, vom Besitz an Geschichten und vom Wunsch, wenigstens einmal noch etwas Richtiges zu tun. Dazu kommt ein historischer Hintergrund, der nicht wie eine nachträglich eingebaute Botschaft wirkt. Der German-American Bund gehört direkt zu Max’ Welt. Beide leben davon, Wirklichkeit in eine gefällige Erzählung zu verwandeln. Der eine macht aus einem Gesetzlosen einen Westernhelden. Der andere kleidet Faschismus in amerikanische Fahnen.
Besonders schön finde ich, dass das Buch seine Liebe zu billiger Unterhaltung nie verleugnet. Es behandelt Westernhefte nicht als minderwertiges Futter, sondern als Geschichten, die Trost spenden sollten, Erinnerungen formten und zugleich ausgebeutet werden konnten. Diese doppelte Sicht macht den Comic tiefschürfender, als seine düstere Oberfläche zunächst erwarten lässt.
Max Winter ist dabei keine Figur, die ich wegen ihrer moralischen Reinheit ins Herz schließe. Er war gewalttätig, er hat geraubt und er hat sein Leben später so umgeschrieben, dass es sich verkaufen ließ. Trotzdem besitzt er eine klare Grenze. Er erkennt Feigheit, Grausamkeit und offenen Hass. Als jüngere und gesündere Männer wegsehen, handelt ausgerechnet dieser erschöpfte alte Mann.
Die Kürze ist zugleich Stärke und Schwäche. Rosa bleibt zu sehr am Rand. Ihre Sorge um Max und seine Sorge um sie tragen einen großen Teil seiner Motivation, doch ich hätte ihr gern mehr eigene Gegenwart gegönnt. Auch Goldman verschwindet fast in dem Moment, in dem seine Geschichte zusätzliche Tiefe gewinnt. Ein paar weitere Seiten hätten beiden Figuren gutgetan.
Trotzdem möchte ich dem Comic keine künstliche Länge wünschen. Seine Wirkung entsteht gerade daraus, dass er wie eine letzte, hastig getippte Geschichte vorankommt. Sean Phillips hält jede Seite verständlich und gespannt. Jacob Phillips gibt den Zeitebenen eigene Temperaturen und Ed Brubaker findet für Max eine Stimme, die müde aber nicht gebrochen klingt.
Mein erster Brubaker-Phillips-Comic war damit auch eine erstaunlich vollständige Einführung in ihr gemeinsames Erzählen. Das Buch zeigt Verbrechen ohne Verklärung, liebt jedoch die Formen des Krimis und des Western. Es misstraut Heldenbildern, ohne die Hoffnung auf Haltung aufzugeben. Am Ende bleibt kein Sieg, der die Welt verändert. Es bleibt die lebensnahe Entscheidung eines alten Mannes, nicht länger nur über Mut zu schreiben…
Vor Kurzem habe ich mir dann noch PULP: The Process Edition zugelegt. Dieses Hardcover beinhaltet Einblicke in den Schaffensprozess vom Script, über die Pencils und das Coloring bis hin zur fertigen Geschichte. Ein schöner Blick hinter die Kulissen des Kreativprozesses dieses erfolgreichen Duos.

- PULP
- Ed Brubaker und Sean Phillips
- Hardcover | 72 Seiten | Farbe
- ISBN 978-1-53431-644-7
- Storyline: ★★★★★(★)
- Zeichnungen: ★★★★★
- Farben: ★★★★☆
- Lettering: ★★★☆☆
- Humor: ★☆☆☆☆
- Meine persönliche Bewertung: ★★★★★
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